Taufe

Taufen werden im sonntäglichen Gemeindegottesdienst gefeiert. Pfarrerin und Tauffamilie besprechen beim Erstkontakt, welcher Sonntag für die Taufe infrage kommt. Bitte melden Sie sich einfach telefonisch: 07172-6460.

Ein paar Wochen vor der Taufe kommt die Pfarrerin zum Taufgespräch. Dabei wird der Ablauf der Taufe besprochen und gemeinsam vorbereitet.

  • Formales: Das Formular „Anmeldung zur Taufe“ bringt die Pfarrerin zum Taufgespräch mit. Zur Anmeldung benötigen Sie außerdem die Geburtsbescheinigung „für religiöse Zwecke“, die Sie mit den anderen Unterlagen nach der Geburt Ihres Kindes erhalten haben.
  • Paten: Sie sollten mindestens zwei Paten als christliche Begleiter und Bezugspersonen für Ihr Kind auswählen. Einer von beiden muss der Evangelischen Landeskirche angehören.
  • Taufkerze: Es ist ein schönes Symbol, wenn ein Pate / eine Patin oder die Eltern eine Taufkerze zur Taufe mitbringen, die dann an der Osterkerze entzündet wird.
  • Taufspruch: Jedem Täufling wird bei der Taufe ein biblischer Taufspruch mitgegeben. Anregungen mit Erklärungen finden Sie unter www.Taufspruch.de.

Es gibt für Taufe weder ein Mindest- noch ein Höchstalter. Selbstverständlich werden auf Wunsch auch Erwachsene getauft. Konfirmandinnen und Konfirmanden, die nicht getauft sind, werden in der Regel vor der Konfirmation in einem Gemeindegottesdienst getauft. Dieser Gottesdienst wird dann Taufe zum Thema haben und von der Konfirmandengruppe mitgestaltet werden.

Christ wird man durch die Taufe. Jesus Christus hat sie selbst eingesetzt.

  • add Die Taufe von Erwachsenen

    Christ wird man durch die Taufe. Jesus Christus hat sie selbst eingesetzt. In der Taufhandlung wird normales Wasser durch Gottes Verheißung zu einem göttlichen Segen.

    Doch Christ und Christin wird man nicht über Nacht. Es zu werden und zu sein ist eine Berufung, die es zu entdecken gilt. Am besten zusammen mit anderen Christen und Christinnen in der Kirche. Das braucht Zeit. Der Weg bis zur Taufe ist abhängig von Ihrer Lebenssituation. Er kann mehrere Monate dauern, oft ein Jahr.

    Es braucht Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen: über die eigene Geschichte und die persönliche Lebenserfahrung, über die Fragen nach dem Sinn des Lebens, über Gott und die Welt, über Gemeinschaft und Kirche.

    Es braucht Zeit, die Kirche näher kennen zu lernen, das heißt: Christen und Christinnen vor Ort, die evangelische Gemeinde in Ihrem Umfeld, die Gemeinschaft aller Christen in Ihrer Landeskirche, in der Evangelischen Kirche in Deutschland, in der Ökumene.

    Es braucht Zeit, zu verstehen und anzunehmen, was zum Glauben gehört. Es braucht Zeit, sich zu entscheiden: für den christlichen Glauben und für die gelebte Gemeinschaft in der Kirche – und für die Taufe.

  • add Was spricht für eine Kindertaufe

    Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk Gottes. Eltern antworten darauf, indem sie ihr Kind taufen lassen. Mit der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen

    Gott spricht den kleinen Kindern in der Taufe seine Liebe und seinen Segen zu. Ganz unabhängig davon, wie diese sich verhalten. Eltern und Paten haben die besondere Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen. Sie erzählen ihnen von ihrem eigenen christlichen Glauben, aber auch von ihren Zweifeln. Mit der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen später selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus.

  • add Wer kann Pate werden?

    Alle, die Mitglied der evangelischen Kirche, konfirmiert und mindestens 14 Jahre alt sind, können Paten werden. Angehörige anderer christlicher Kirchen können das meist auch, sofern diese Kirchen die Magdeburger Erklärung über die wechselseitige Anerkennung der Taufe unterzeichnet haben. Dazu zählen neben der evangelischen und der römisch-katholischen Kirche auch viele orthodoxe, altorientalische und andere evangelische Kirchen. Um sicher zu gehen, besprechen Sie Ihre Patenwünsche in jedem Fall mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin, der oder die das Kind taufen soll.

    Wer nicht getauft ist, keiner christlichen Kirche angehört oder ausgetreten ist, kann nicht Taufpate werden.

  • add In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?

    Die meisten Kinder werden im ersten Lebensjahr getauft. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich. Dann kann Ihr Kind schon bewusster wahrnehmen, was geschieht.

  • add Welche Unterlagen benötigen wir für die Taufe?

    Bitte wenden Sie sich als erstes an Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer, um einen Termin für das Taufvorgespräch und die Taufe selbst zu vereinbaren. Bringen Sie zum Taufgespräch auf jeden Fall die Geburtsurkunde des Kindes und Ihre Personalausweise mit. Wenn Sie als Eltern ein Familienstammbuch haben, bringen Sie es bitte ebenfalls mit.

  • add Welche Unterlagen brauchen die Paten?

    In der Regel benötigen die Paten eine Patenbescheinigung. Sie dokumentiert, dass die Person, auf deren Namen die Bescheinigung ausgestellt ist, das Patenamt übernehmen darf. Sie ist im Gemeindebüro der Kirchengemeinde erhältlich, zu der der Pate oder die Patin gehört. Bei der Taufe Ihres Patenkindes erhalten die Paten in der Regel von der Kirche eine Patenurkunde.

  • add Wie viele Paten benötigen wir?

    In der Regel ist für die Taufe eines Kindes mindestens eine Patin oder ein Pate erforderlich. Meist wählen Eltern zwei Paten für ihr Kind. Wenn Sie keine geeigneten Personen benennen können, wird die Pfarrerin oder der Pfarrer Sie bei der Suche unterstützen. Manchmal stellen sich auch aktive Gemeindemitglieder als Paten zur Verfügung.

    In einzelnen Landeskirchen ist eine Taufe ausnahmsweise auch ohne Paten möglich. Dann versprechen die Eltern, für die christliche Erziehung des Kindes zu sorgen. Im Hinblick auf die christliche Erziehung und die lebenslange Begleitung sollten Sie jedoch auf die Hinzuziehung von Paten nicht einfach verzichten.

Quelle: EKD